Wer an einer Cheerleading-Meisterschaft teilnimmt, trainiert oft monatelang auf seine Routine hin. Doch was genau die Jury bewertet, ist nicht immer auf den ersten Blick klar. Es geht nicht nur darum, schwierige Stunts zu zeigen oder hoch zu fliegen. Die Jury schaut auf viele Details, die zusammen eine saubere, dynamische und eindrucksvolle Routine ausmachen.
Saubere Technik und Grundlagen sind entscheidend. Egal, wie hoch der Basket oder wie spektakulär der Tumbling-Pass ist, unsaubere Technik fällt sofort auf. Bases müssen stabil stehen, Flyer Spannung halten und Stunts sauber ausgeführt sein. Gleiches gilt für Jumps, Motions und Übergänge. Die Jury bewertet vor allem die Präzision, Körperspannung und sauberen Aufstellungen.
Ein nächster entscheidender Punkt ist das Zusammenspiel des Teams. Bewegungen müssen synchron erfolgen, Counts exakt getroffen werden. Wenn ein Team „uneinheitlich“ wirkt, mindert das sofort die Gesamtwirkung. Die Jury achtet besonders darauf, dass Opening, Pyramiden, Baskets und Tumbling flüssig aufeinander folgen und kein Element verloren wirkt.
Natürlich fließt der Schwierigkeitsgrad auch in die Bewertung ein. Schwierigere Stunts, komplexe Übergänge oder hohe Tumbling-Passes bringen Punkte. Doch höhere Schwierigkeiten zählen nur, wenn sie sicher und sauber ausgeführt werden. Lieber ein „einfacherer“ Stunt perfekt, als ein schwieriger, der wackelt oder unsauber landet.
Dazu lebt Cheerleading von Ausdruck, Teamspirit und Energie. Die Jury bewertet nicht nur Technik, sondern auch Ausstrahlung. Motivation, Präsenz, Lächeln und Körpersprache tragen dazu bei, dass die Routine lebendig wirkt. Ein Team, das Spaß und Zusammenhalt zeigt, hinterlässt Eindruck.
Wie die Routine aufgebaut ist, spielt ebenfalls eine Rolle. Saubere Übergänge, durchdachte Formationen und abwechslungsreiche Elemente fallen positiv auf. Kreative Ideen, innovative Stunts oder ungewöhnliche Bewegungsmuster zeigen, dass das Team nicht nur stark, sondern auch einfallsreich arbeitet.
Kein Team ist perfekt, kleine Fehler passieren. Wichtig ist, wie das Team darauf reagiert. Stabilität wiederherstellen, ruhig bleiben und weiterperformen zeigt Professionalität. Die Jury achtet darauf, dass kleine Unsicherheiten den Gesamteindruck nicht zerstören.
Die Jury will eine Balance sehen: saubere Technik, synchrones Teamplay, angemessenen Schwierigkeitsgrad, Energie und kreative Choreografie. Wer diese Punkte versteht und konsequent trainiert, steigert nicht nur die Chancen auf gute Wertungen, sondern zeigt auch, dass das Team diszipliniert, selbstbewusst und vorbereitet ist. Am Ende zählt nicht nur, was in der Luft passiert, sondern wie das gesamte Team zusammenarbeitet und die Routine präsentiert.

