Ohne warm-up kein Progress!

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Ohne warm-up kein Progress!
18.01.2026 Sina Möller Lifestyle

Im Cheerleading wird häufig der schnelle Progress priorisiert. Saubere Skills, mehr Power, bessere Flexibilität sollen auf Knopfdruck da sein. Oft wird hierbei das Aufwärmen im Training stark unterschätzt, verkürzt oder als optional angesehen. „Wir machen es schnell“, „wir sind ja schon warm“ oder „währenddessen werden wir warm“ hat jeder von uns bestimmt nicht nur einmal gehört, oder vielleicht sogar schon selber gesagt. Das Aufwärmen ist jedoch nicht der Teil des Trainings, der einfach ausgelassen werden kann, stattdessen baut auf ihm alles weitere auf. 

 

Das Cheerleading zählt zu eine der körperlich anspruchsvollsten Sportarten. Es werden dynamische Bewegungen mit Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Gleichgewicht kombiniert. Jumps, Stunts, Tumbling und Baskets verlangen dem Körper in kürzester Zeit sehr viel ab. Kommt das Aufwärmen hier zu kurz, ist der Körper auf die Bewegung, schlicht gesagt, nicht vorbereitet. Muskeln sind noch steif, Gelenke weniger beweglich und das Nervensystem nicht auf schnelle, präzise Bewegungen eingestellt. Die Folgen zeigen sich in Form von schwer fühlenden Skills, unsauberer Technik oder sogar Verletzungen 

 

Ein gutes Aufwärmen sorgt dafür, dass dein Körper in erster Linie leistungsfähig wird. Die Durchblutung steigt, die Muskulatur wird elastischer und Bewegungen können kontrollierter ausgeführt werden. Plötzlich fühlen sich die Bodypositions besser and und die Stunts werden stabiler. Das ist kein Zufall, sondern die Grundlage für einen effizient arbeitenden Körper. Wer sich also richtig aufwärmt, holt automatisch mehr aus dem training heraus.

 

Gerade wenn es um das Thema Flexibilität geht, wird das Aufwärmen oft falsch eingeschätzt. Viele gehen direkt zum dehnen über, weil sie „schnell in den Spagat“ kommen möchten oder „Needle“ beherrschen wollen. Kalte Muskeln zu dehnen bedeutet jedoch nicht, flexibler zu werden. Im Gegenteil. Es bedeutet, gegen den Widerstand zu arbeiten. Der Körper schützt sich, spannt an und macht dicht. Erst wenn der Körper warm ist, können Muskeln wirklich nachgeben. Nachhaltiger Fortschritt entsteht nicht durch Zwingen, sondern durch Vorbereitung und Geduld. 

 

Das Aufwärmen ist allerdings nicht nur körperlich wichtig, sondern oft auch mental. Es ist der Beginn des Trainings. Der Moment in dem du beim Training ankommst und deinen Alltag hinter dir lässt. Du kannst dich ausschließlich auf deinen Körper konzentrieren und dich bewusst auf auf das was kommt vorbereiten. Wer diesen Schritt überspringt, ist oft nicht voll präsent - weder körperlich noch im Kopf. Und gerade im Cheerleading, wo Vertrauen, Timing und Kontrolle entscheidend sind, macht das einen riesigen Unterschied.

 

Ein weitere Punkt, der oft vergessen wird, ist die Verletzungsprävention. Viele Verletzungen im Cheerleading entstehen nicht nur bei schwierigen Skills, sondern häufig aufgrund von mangelnder Vorbereitung. Ein sauberes und produktives Aufwärmen schützt Gelenke, Sehnen und Muskeln und hilft, Überlastungen langfristig zu vermeiden. Wer also regelmäßig trainiert, sollte nicht nur an Fortschritt denken, sondern auch daran, langfristig gesund zu bleiben.

 

Das Aufwärmen bedeutet nicht, sich 30 Minuten auszupowern und müde zu machen. Es geht darum, den Körper gezielt auf kommende Bewegungen vorzubereiten. Dabei sollte auf Mobilisierung, Aktivierung und Dehnung geachtet werden. Qualität statt Hektik wird hier ganz groß geschrieben. Ein gutes Aufwärmen spart am Ende sogar Zeit, da das Training effektiver wird und weniger Rückschritte durch Verletzungen oder Überlastung entstehen.

 

Deshalb ist klar, das Aufwärmen ist kein Extra, welches bei Zeitmangel oder fehlender Motivation gestrichen werden kann. Es ist Pflicht. Pflicht gegenüber deinem Körper, deiner Leistung und deinem Fortschritt im Cheerleading! Wenn dir Erfolg und Progress wichtig sind, beginnt dein Training nicht beim ersten Skill, sondern beim Aufwärmen.