In einer Stuntgroup arbeiten viele verschiedene Persönlichkeiten zusammen. Jeder bringt eigene Stärken, Erfahrungen und Eigenheiten mit. Manchmal passt es sofort, manchmal „kratzt es ein bisschen“ zwischen den Teammitgliedern. Das ist völlig normal und hat nichts damit zu tun, dass du etwas falsch machst. Nicht jeder kann auf Anhieb perfekt harmonieren, und das bedeutet nicht, dass jemand schlechter ist oder dass du versagst.
Eine Stuntgroup ist wie ein kleines System. Jede Person hat ihre Art zu denken, zu handeln und zu reagieren. Manche sind ruhig und analytisch, andere impulsiv und energiegeladen. Manche Flyer brauchen sehr viel Sicherheit, andere vertrauen instinktiv. Wenn diese unterschiedlichen Persönlichkeiten zusammentreffen, entstehen manchmal Spannungen. Das ist kein Drama, sondern ein natürlicher Teil der Teamdynamik.
Wenn es Reibungen gibt, denken viele sofort: „Ich passe nicht ins Team“ oder „Ich mache etwas falsch“. Doch oft sind es schlicht unterschiedliche Arbeitsweisen oder Kommunikationsstile. Ein Stuntgroup-Mitglied, mit dem es anfangs nicht rundläuft, kann trotzdem ein großartiger Partner in einem anderen Team oder in einer anderen Position sein. Probleme in der Dynamik sind meistens situativ und haben nichts mit deinem Können zu tun.
Wichtig ist, Spannungen nicht zu ignorieren. Offene Kommunikation hilft, Missverständnisse zu klären. Wenn etwas nicht rundläuft, kann ein kurzes Gespräch, klare Absprachen oder das Anpassen der Position im Stunt oft Wunder wirken. Es geht nicht darum, jeden gleich zu machen, sondern Wege zu finden, wie alle sicher und produktiv zusammenarbeiten können.
Es gibt Situationen, in denen es einfach nicht passt und das ist in Ordnung. Vielleicht ist die Chemie zwischen bestimmten Personen nicht ideal, oder die Art, wie jemand arbeitet, harmoniert nicht mit der eigenen. In solchen Fällen kann ein Wechsel innerhalb der Gruppe helfen, wieder Freude und Sicherheit beim Stunt zu erleben.
Nicht jeder kann sofort perfekt zusammenarbeiten, und das ist normal. Spannungen oder kleine Reibungen in der Stuntgroup sind kein Zeichen von Schwäche oder Versagen. Wer versteht, dass Teamdynamik Zeit braucht, offen kommuniziert und konstruktiv mit Unstimmigkeiten umgeht, sorgt für ein sicheres und starkes Team. Am Ende zählt nicht, dass jeder jeden mag, sondern dass jede Person weiß, wie sie zum Gelingen der Stunts beiträgt und darauf kann man stolz sein.

